Forschen, staunen, ausprobieren: Die MINTmachtage wecken den Forschergeist
Warum schwimmt ein Schiff? Und wie wird aus Sonnenlicht Energie? Fragen wie diese stellen Kinder jeden Tag – und genau hier setzen die MINTmachtage der Stiftung Kinder forschen an. Bundesweit laden sie Kitas, Horte und Grundschulen dazu ein, gemeinsam zu entdecken, zu forschen und auszuprobieren. Denn frühe MINT‑Bildung stärkt nicht nur Wissen, sondern vor allem Neugier, Selbstvertrauen und Zukunftskompetenzen.
Frühe MINT‑Förderung setzt nicht auf Leistung, sondern auf Neugier: Kinder in Kita und Grundschule wollen ihre Umwelt verstehen, Fragen stellen und Dinge ausprobieren. Genau hier knüpfen die MINT‑Angebote der Stiftung Kinder forschen an, also Angebote in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Sie stärken grundlegende Fähigkeiten wie logisches Denken, Problemlösen und kreatives Ausprobieren – Kompetenzen, die weit über einzelne Fächer hinaus wichtig sind. Gleichzeitig bauen sie Berührungsängste ab und eröffnen allen Kindern, unabhängig von Herkunft oder Geschlecht, einen Zugang zu Themen, die unsere Zukunft prägen. Wer früh erlebt „Ich kann das“, gewinnt nicht nur Selbstvertrauen, sondern eine wichtige Grundlage für Bildung und Teilhabe. Zur Stärkung der MINT-Kompetenzen bei Kita-Kindern und Grundschüler*innen führt die Stiftung Kinder forschen seit 2008 einmal im Jahr eine bundesweite Aktion durch, die seit 2024 MINTmachtage heißt.
Motto 2026: „Sag mal Aaah! Gesund in die Zukunft“
In diesem Jahr feiert die Stiftung Kinder forschen am 16. Juni in Berlin ihr zentrales MINTmachtage-Fest auf dem Campus der Charité. Das Motto 2026: „Sag mal Aaah! Gesund in die Zukunft“. Und auch in vielen anderen Teilen Deutschlands feiern und forschen tausende Kinder sowie ihre Erzieher*innen und Lehrkräfte. Die Aktion MINTmachtage ist die größte Kampagne der Stiftung Kinder forschen. Mit ihr spricht die Stiftung bundesweit rund 60.000 Kitas, Horte und Grundschulen an, außerdem Eltern sowie Unterstützer*innen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Aktion stellt die Bedeutung des forschenden Lernens in der frühkindlichen Bildung in den Mittelpunkt und widmet sich jedes Jahr einem neuen Thema rund um Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik (MINT) und Nachhaltigkeit. Dabei soll natürlich die Begeisterung der Kinder für diese Themen geweckt werden. Außerdem zielen die MINTmachtage darauf ab, pädagogischen Fach- und Lehrkräften einen einfachen Zugang zu früher MINT-Bildung und gleichzeitig zu den Qualifizierungsangeboten der Stiftung zu bieten.
Zentraler Bestandteil der Kampagne ist daher das Aktionsmaterial, eine Sonderausgabe des Stiftungsmagazins „Forscht mit!“ mit zahlreichen Forschungsideen, Praxisbeispielen und Hintergrundinformationen zum jeweiligen Motto. Alle Einrichtungen, die bereits aktiv am Programm der Stiftung teilnehmen, bekommen das Aktionsmaterial direkt zugeschickt. 2026 waren das rund 40.000 Kitas, Horte und Grundschulen. Zusätzlich haben rund 6.000 weitere Einrichtungen das Material bestellt.
Ein weiterer Zugang zum Angebot der Stiftung ist ein jährlich zum Jahresmotto erscheinender Online-Kurs. Er bietet den Pädagog*innen praxisnahe Impulse, um das Thema gemeinsam mit Kindern zu entdecken und zu erforschen. Passend zum diesjährigen Thema dreht sich 2026 beispielsweise alles um Gesundheit und Medizin. Der Online-Kurs dazu heißt „Von Kopf bis Fuß – Den eigenen Körper verstehen“. Darin geht es um Fragen wie: Was passiert im Körper, wenn wir krank sind oder uns verletzen? Und woher wissen Ärzt*innen eigentlich, was wann zu tun ist? Gemeinsam mit den aktuellen Maskottchen, der Schlange Liz und dem Medibot Novi aus der Zukunft, gehen die Pädagog*innen auf eine Entdeckungsreise durch Körper, Gesundheit und Medizin.
Parallel bieten aber auch zahlreiche Netzwerkpartner der Stiftung Präsenzfortbildungen zum Jahresmotto an und organisieren eigene Forschungsfeste. Sie nutzen die MINTmachtage, um sich jeweils in ihrer Region noch weiter zu vernetzen und als Gesprächsanlass mit Kitas, Horten und Grundschulen vor Ort.
Für noch mehr Engagement der Kitas, Horte und Grundschulen gehört seit einigen Jahren außerdem eine Mitmachaktion zur Kampagne dazu. 2023 flog beispielsweise eine Forschungsrakete mit 2.700 von Kindern gestalteten Missionslogos ins All. Unter dem Motto „Mein allerbester Tag“ reichten 2025 Einrichtungen aus ganz Deutschland fast 2.000 Bilder ein und 2025 filmten Kinder und Pädagog*innen ihre „Kettenreaktion XXL“.
Partner und Multiplikator*innen im Einsatz für frühe MINT-Bildung
Möglich machen solche Aktionen Partner, die die Kampagne finanziell wie inhaltlich unterstützen – allen voran das Wissenschaftsjahr des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Mal sind es andere Stiftungen wie die Carl-Zeiss-Stiftung oder die Wilhelm und Else Heraeus Stiftung, mal sind es Unternehmen wie Merck in diesem Jahr, die die Aktion MINTmachtage unterstützen.
Die Kooperation mit neuen Partnern ermöglicht es dem Projektteam auch, die Kampagne weiterzuentwickeln und innovativ zu denken. Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Heartucate, das sich auf interaktive Lernproduktionen spezialisiert hat. Gemeinsam entwickelten wir in diesem Jahr ein Wimmelposter mit Augmented Reality (AR), das mit einem Tablet oder Smartphone genutzt werden kann. Sobald die Kinder mit der Kamera über das Poster gehen, hören sie Herzschläge oder sehen, wie eine Wunde heilt, und die Schlange Liz erklärt, wie unser Immunsystem Krankheitserreger bekämpft.
Wie das entdeckende und forschende Lernen in Kita, Hort und Grundschule funktioniert, davon machen sich rund um die Aktion MINTmachtage auch immer wieder Politiker*innen ein Bild. 2016 – zum zehnten Geburtstag der Stiftung – feierte die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel mit. Damals hießen die MINTmachtage noch „Tag der kleinen Forscher“. 2023 änderte die Stiftung ihren Namen und anschließend auch die Kampagne. In diesem Jahr kam auch der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz zum Forschen und Feiern in eine Kita in seinem Wahlkreis. 2025 waren es insgesamt mehr als 100 Bundestagsabgeordnete, Ministerpräsident*innen und Bildungsminister*innen auf Länderebene, die die MINTmachtage unterstützen – sei es, indem sie über Social Media oder Pressearbeit auf die Aktion aufmerksam machten oder indem sie Bildungseinrichtungen und Forschungsfeste besuchten. Die Aufmerksamkeit, die über die Politik auf die Kampagne gerichtet wird, macht nicht nur die Stiftung und ihre Partner bundesweit und vor Ort sichtbar, sondern – und das ist der zentrale Punkt – die wichtige Bildungsarbeit, die die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte jeden Tag leisten.
Über die Stiftung
Die gemeinnützige Stiftung Kinder forschen engagiert sich für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) – mit dem Ziel, Mädchen und Jungen stark für die Zukunft zu machen und zu nachhaltigem Handeln zu befähigen. Gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern vor Ort bietet die Stiftung bundesweit ein Bildungsprogramm an, das pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei unterstützt, Kinder im Kita- und Grundschulalter qualifiziert beim Entdecken, Forschen und Lernen zu begleiten. Die Stiftung Kinder forschen verbessert Bildungschancen, fördert Interesse am MINT-Bereich und professionalisiert dafür pädagogisches Personal. Partner der Stiftung sind die Siemens Stiftung, die Dietmar Hopp Stiftung und die Dieter Schwarz Stiftung. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Hier erfahren Sie mehr: www.stiftung-kinder-forschen.de
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